Minimalinvasiver Hüftgelenksersatz

Yale-Technik

Die Yale-Technik ist eine besonders schonende Operationsmethode, um künstliche Hüftgelenke zu implantieren. Sie ermöglicht eine schnelle und schmerzarme Mobilisierung nach der Operation. Wir wenden dieses minimal-invasive Verfahren seit 2003 an und haben in unserer Abteilung bereits mehr als 10000 Hüftprothesen auf diese Art eingesetzt.

Das von  Dr. Jack Irving (Yale-Universität, USA) entwickelte Operationsverfahren verwendet zur Implantation einer Hüftprothese 2 kleine Schnitte, jeweils an der Vorder- und Rückseite des Hüftgelenkes, wobei die Schnittlänge je nach anatomischen Gegebenheiten variieren kann. Operiert wird über natürlich angelegte Muskellücken. 

Für den Operateur bietet dies den Vorteil einer optimale Sicht auf das Operationsfeld, um die Komponenten der Prothese (Pfanne und Schaft) präzise zu implantieren. Nur so kann eine optimale Funktion des Kunstgelenkes erreicht werden. Der Operateur ist auch nicht in der Wahl der Implantate eingeschränkt.

Für den Patienten hat die Technik den Vorteil, dass Muskeln geschont werden, die Operation in der Regel mit wenig Blutverlust verbunden ist und eine sofortige schmerzarme Mobilisierung möglich ist. In der Regel ist die sofortige Vollbelastung der Prothese noch am Operationstag möglich. Gehstützen werden nur zur Verbesserung der Gangsicherheit verwendet.

In unserer Sprechstunde beraten wir sie Ausführlich und erarbeiten mit Ihnen ein individuelles Therapiekonzept. 

Die Leistungsfähigkeit der Yale-Technik konnte auch in einer vergleichenden Ganganalysestudie gezeigt werden.

Röntgenbild vor Hüftgelenksprothese
Hüftarthrose rechts
nach Implantation
Wechseloperationen

In den letzten Jahren verwenden wir die Yale-Technik auch zunehmend bei Hüftprothesen-Wechseloperationen. Es lassen sich auch bei diesen komplexen Operationen die Hüftmuskeln besser schonen, als bei anderen Zugängen und das Blutungsrisiko minimieren.